Quest-Emulator Venture fügt Mixed Reality und PC-Spiegelung in einem großen Update hinzu
Venture, der inoffizielle PC-VR-Emulator für Meta-Quest-Spiele, hat Mixed-Reality-Unterstützung für mehr Headset-Setups hinzugefügt. Das Update 0.2.0 bringt außerdem einen Desktop-Spiegel, Controller-Neubelegung sowie spielespezifische Einstellungen für Auflösung und Bildrate.
Das Projekt führt Quest-Software über eine PC-VR-Runtime aus, statt auf einem eigenständigen Quest-Headset. Der Entwickler gibt an, dass die neue Version den Speicherverbrauch und Ruckler in getesteten Spielen reduziert, auch wenn diese Messungen keine unabhängigen Benchmarks sind und von System zu System variieren können.
Die Versionshinweise führen Downloads für Windows 10 und 11 neben Linux-Paketen auf. Das Projekt gibt an, dass Nutzer sich mit Meta anmelden können, um Spiele zu installieren; die Kompatibilität hängt vom Titel, Headset und der Runtime ab.

Bild: Venture
Mixed Reality und ein Blick auf den PC-Bildschirm
Die neue Mixed-Reality-Unterstützung nutzt das Passthrough der ausgewählten Runtime. Die Entwickler nennen Optionen wie Quest Link und Air Link, SteamVR-Headset-Kameras, ein natives Passthrough-Tool für Steam Frame, Color-Key-Tools und Linux-Runtimes. Die Einrichtung kann je nach Option unterschiedlich sein.
Mixed Reality ist in Venture standardmäßig aktiviert. Wenn ein Setup den Raum des Nutzers nicht anzeigen kann, fallen Spiele laut Projekt auf VR zurück. Das ist eine Funktion dieses Updates und kein Versprechen, dass jedes Quest-Mixed-Reality-Spiel oder jede Headset-Kombination funktioniert.
Ein neuer Desktop-Spiegel kann eines der beiden Augen in einem zugeschnittenen oder vollständigen Fenster anzeigen, was jemandem am PC eine Möglichkeit zum Zuschauen oder Aufnehmen bietet. Er kann deaktiviert werden, und es gibt außerdem eine optionale Einstellung, um den Spielton sowohl über die Standardausgabe des PCs als auch über das Headset wiederzugeben.

Bild: Venture
Neue Steuerungsoptionen und weniger Ruckler in den Entwicklertests
Ventures Controls-Seite zeigt einen verbundenen Controller und ermöglicht es Nutzern, die Belegung der Quest-Tasten zu ändern – einschließlich gehaltener Tasten und Kombinationen aus zwei Tasten. Überschreibungen für Auflösung und Bildwiederholrate können global oder für ein bestimmtes Spiel angewendet werden; standardmäßig verwenden Spiele weiterhin die Vorgaben der VR-Runtime.
Um Wiederholungsarbeit zu reduzieren, speichert das Update übersetzten Spielcode und legt Grafik-Pipelines zwischen Starts im Cache ab. Im Release-Blog berichtet der Entwickler von 44 % weniger Rucklern beim Start in sieben getesteten Spielen im Vergleich zu Version 0.1.0. Diese Zahl stammt aus den eigenen Tests des Projekts und ist keine Garantie für jeden PC.
Der Entwickler gibt außerdem an, dass der schlimmste Ruckler in einem Test mit Assassin’s Creed Nexus von 222 Millisekunden auf 35 Millisekunden zurückging. Weitere Korrekturen betreffen Spielaudio, Videos und headsetspezifische Probleme. Venture ist Open Source und nach eigenen Angaben nicht mit Meta verbunden; Nutzer sollten die Kompatibilität und ihren eigenen Spielzugang prüfen, bevor sie sich auf den Emulator verlassen.